Politik vor Ort · Oldenburg

Wahlpositionen · Oberbürgermeisterwahl Oldenburg 2026

Teil B · fließt nicht in den Vergleich ein

Amts- und Führungsverständnis

Sechs offene Fragen, allen Kandidierenden im Wortlaut gleich gestellt. Die Antworten stehen hier vollständig und unbewertet. Sie fließen nicht in den Übereinstimmungswert des Vergleichs ein.

Auf diese Fragen gibt es keine vorgesehene richtige Antwort. Sie zeigen, wie jemand die Aufgabe versteht – nicht, welche Politik er oder sie machen will.

Wer den Fragebogen nicht beantwortet hat, erscheint hier nicht. Für Teil B gibt es keine Einordnung aus öffentlichen Quellen: Diese Fragen lassen sich nur persönlich beantworten.

A01 · Frage 1 von 6

Politische Führung, Verwaltung und Rat

Wie verstehen Sie das Verhältnis zwischen Ihrer eigenen politischen Führung, der Arbeit der Stadtverwaltung und den Entscheidungen des Rates?

6 Antworten

Byanca Küßner

Als parteilose sowie auch als einzige parteiunabhängige Kandidatin sehe ich mich als neutrale Vermittlerin zwischen den Ratsmitgliedern und den Parteien/Gruppen, welchen diese angehören. Dies versetzt mich in die Ausgangslage, dass ich einzig und allein meinem Gewissen verpflichtet bin und mich nicht einer bestimmten Parteipolitik anschließen muss. Für mich ist besonders wichtig, dass wir pragmatische Lösungen für Probleme finden, die uns alle betreffen. Mehrheiten bilde ich durch pragmatische Sachpolitik.

Heike Boldt

Als Oberbürgermeisterin werde ich meine eigenen Ideen einbringen, mir die anderen Ideen anhören, mit der Stadtverwaltung und dem Rat nach Lösungen suchen und beide in den Austausch miteinander bringen.

Holger Wilkens

Dieses Trio sollte möglichst reibungslos zusammenarbeiten bei Routinedingen und klar notwendigen Maßnahmen. Natürlich ist die Zusammensetzung des Rates eine wichtige Komponente der Entscheidungen. Dies kann eine Führung erleichtern, aber auch erschweren. Es wird mit Sicherheit auch diplomatisches Geschick notwendig werden.

Jascha Rohr

Der Rat ist das gewählte Hauptorgan unserer Stadt: Er entscheidet, und zwar auf Grundlage guter Vorlagen. Die Verwaltung ist kein Apparat, den man antreibt, sondern ein Team von Fachleuten, das klare Prioritäten und Rückendeckung verdient. Meine Rolle als Oberbürgermeister sehe ich darin, beide arbeitsfähig zu verbinden: Richtung geben, Entscheidungen gut vorbereiten, dann konsequent umsetzen. Konkret will ich zu Beginn jeder Haushaltsaufstellung eine gemeinsame Strategieklausur von Verwaltung und Rat etablieren, damit wir über Ziele sprechen, bevor wir über Zahlen streiten. Ich komme nicht aus dem Ratssaal, sondern aus zwanzig Jahren Projektarbeit mit Verwaltungen. Führung heißt für mich nicht, alles selbst zu entscheiden, sondern dafür zu sorgen, dass gut entschieden wird.

Ralf Butzin

Es gibt keine politischen Führung, sondern lediglich innerhalb der Verwaltung einen Führungsstiel. Dieser würde von mir kooperativ umgesetzt werden, da dieser Führungsstiel zwar der aufwendigste ist, aber den höchsten Wirkungsgrad in sich trägt. Zwischen Bürgern und Rat sehe ich mich als Mittler. Ich werde die Interessen der Bürger im Rat vertreten und nicht die Interessen der politischen Kräfte. Es braucht innerhalb des Rates ein hohes Maß an Akzeptanz für den Bürger und weniger nach den politischen Interessen zu. Verständigung auf Augenhöhe zum Wohle unserer Stadt.

Sebastian Fröhlich

Das Amt des Oberbürgermeisters ist ein dienendes Amt. Selbstverständlich kann der OB durch seine Arbeit Themen und Prioritäten setzen, aber er ist vorrangig da, um eine effiziente Stadtverwaltung zu leiten, die die Beschlüsse des Rats und damit die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger umsetzt.
Für mich ist es wichtig, dass der OB Argumente aufbereitet, zusammenfasst, Konfliktlinien benennt und dann dem Rat, in bestmöglicher Art, eine abgewogene Entscheidung ermöglicht und diese dann umsetzt.
Zusätzlich muss der Oberbürgermeister Themen identifizieren, priorisieren und Entscheidungen herbeiführen. Dabei muss er auf die Menschen zugehen und Vertrauen in das Handeln von Politik und Verwaltung wiederherstellen, in dem er Entscheidungen erklärt und immer den bestmöglichen Konsens anstrebt.

Kein beantworteter Fragebogen von: Michael Stille, Ulf Prange, Yakup Castur.

A02 · Frage 2 von 6

Die ersten Monate im Amt

Wie würden Sie in den ersten Monaten Vertrauen innerhalb der Verwaltung aufbauen und zugleich eine eigene politische Richtung vorgeben?

6 Antworten

Byanca Küßner

Wie auch in jedem anderen Beruf muss man sich zu Beginn erst einmal einarbeiten. Daher wäre ein erster Schritt für mich, alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung persönlich kennenzulernen und mir ihre Arbeit anzuschauen. Dabei würde ich auch direkt Probleme, die an mich getragen werden, aufnehmen, um diese später dann bestmöglich zu lösen. Ich praktiziere einen kooperativen Führungsstil: Ich höre zu, hole die Expertise der Mitarbeitenden ein und gebe Verantwortung – aber Führung heißt für mich auch, am Ende Entscheidungen zu treffen und dafür geradezustehen.

Heike Boldt

Ich würde viel Zeit mit Gesprächen verbringen, über gegenseitige Erwartungen und Wünsche sprechen, ein gemeinsames Verständnis von guter Verwaltung erarbeiten und Räume zum Kennenlernen schaffen. Strenggenommen geht es zunächst um Teamentwicklung - mit den Dezernent*innen, Fachdienstleiter*innen bis hin zu den Beschäftigten.

Holger Wilkens

Wichtig sind zunächst Summenziehungen und Abwägungen bei einem auch neuen Stadtrat. Wo kann was ggfs. verändert werden? Wo können Dinge auch beschleunigt werden? Da bist es gerade zu Beginn viel Arbeit!

Jascha Rohr

Als Oberbürgermeister halte ich die politische Grundrichtung: Oldenburg als nachhaltige, wirtschaftlich starke, innovative Stadt mit hoher Lebensqualität, sozialem Miteinander und aktiver Bürgergesellschaft. Daran richten wir unser Handeln aus. Vertrauen entsteht durch Zuhören und Verlässlichkeit: In den ersten Wochen gehe ich in die Ämter, führe im Team mit Dezernaten und Amtsleitungen, übertrage Eigenverantwortung und gebe Rückendeckung. Das 100-Tage-Programm macht die Richtung konkret: Haushalt solide und fair aufstellen, die Wirtschaft in der Innenstadt stärken, die Kooperation mit den Nachbarlandkreisen starten, wo Mobilität, Energie, Wohnen und Gewerbeflächen zusammengehören, und das Organisationsgutachten von innen heraus anstoßen: als Aufbruch in eine moderne, agile Verwaltung.

Ralf Butzin

Da ich keiner politischen Richtung folge, sondern den Menschen in der Verwaltung sehe würde ich sofort aus allen Bereichen, unabhängig von der Position und Stellung den kooperativen zukünftigen Führungsstiel erklären, um Fürsprecher zu gewinnen und Vorbehalte auszuräumen. In einer anschließenden Personalversammlung würde ich dann diesen Stiel der gegenseitigen Achtung, Respekt und Vertrauen. Ich würde nach dem 3K Leadership Prinzip arbeiten. Klare Persönlichkeit, klare Werte, klare Kante. Der Wirkungsgrad ist bereits nach drei Monaten erkennbar und nach einem Jahr im hohen Maße für Bürger erkennbar. Dies setzt ein hohes Maß an Vorbildfunktion und Präsenz meinerseits voraus, aber auch Veränderungsbereitschaft bei den Kollegen.

Sebastian Fröhlich

Zunächst würde ich in den ersten Monaten viele Gespräche innerhalb der Verwaltung führen und meine Art der Führungskultur deutlich machen: offen, transparent, kritikfähig, lösungs- teamorientiert.
Ich werde dafür werben, dass wir besser werden wollen und der erste Schritt dahin ist, herauszufinden was verbessert werden kann oder muss. Nur wer die eigenen Fehler kennt, kann daran arbeiten.
Meiner Überzeugung nach stecken in der Verwaltung noch erhebliche Potentiale der Mitarbeitenden, die entfesselt werden können, in dem man die Verantwortungsdiffussion beseitigt und Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse eindeutig regelt und diesen Regelungen auch vertraut, selbst wenn es zu Fehlern kommt.

Kein beantworteter Fragebogen von: Michael Stille, Ulf Prange, Yakup Castur.

A03 · Frage 3 von 6

Fähigkeiten zur Verwaltungs- und Konzernführung

Welche Fähigkeiten sind aus Ihrer Sicht notwendig bzw. bringen Sie persönlich mit, um die Stadtverwaltung mitsamt ihren städtischen Töchtern zu führen?

6 Antworten

Byanca Küßner

Als Lehrerin habe ich sehr viele Fähigkeiten, die mir als Oberbürgermeisterin nutzen würden. In meinen 30 Jahren habe ich viele verschiedene Herausforderungen bewältigen können. Meine Stärke liegt meiner Meinung nach in der Kommunikation, dem Knüpfen von Netzwerken und der Representation nach Außen.

Heike Boldt

Ich bin Gewerkschaftssekretärin, d.h. dass ich Gesetzestexte lesen und verstehen muss, ebenso Haushalte und Wirtschaftspläne, mit ganz unterschiedlichen Menschen zusammenarbeite, mit ihnen Strukturen aufbaue, sie berate. Ich darf Tarifverträge verhandeln, in der Selbstverwaltung mitarbeiten, Treffen moderieren. Ich habe Kommunalpolitik und Verwaltung kennengelernt, habe ein Verständnis für Strukturen und Prozesse. Ich weiß sicherlich nicht alles, auch wenn ich manchmal so tue, vertraue aber auf ein Team aus über 3.000 Beschäftigten. Wichtig ist auch ein Blick für die Menschen, die für die Stadt arbeiten oder Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Es gibt auch in der Arbeitswelt keinen Normtypen mehr. Darauf muss man sich einstellen, um alle Menschen mitnehmen zu können. Und es braucht Mut.

Holger Wilkens

Ich habe mich auf Personalführung und- Management in meinem Studium zum Betriebswirt konzentriert und dies in vielen beruflichen Verwendungen auch unter Beweis gestellt. Dazu zählten die Umgestaltung eines Personalkörpers mit Zusatzqualifikationen und Umschulungen ebenso wie die Neuaufstellungen ganzer Personalstrukturen.

Jascha Rohr

Eine Stadtverwaltung mit ihren Töchtern führt man nicht über Detailwissen in jedem Fachgebiet, sondern über klare Ziele, gute Leute und funktionierende Strukturen. Ich habe zwanzig Jahre ein Unternehmen aufgebaut und geführt und dabei mit vielen Verwaltungen, von der Kommune bis zum Bundestag, Großprojekte umgesetzt. Ich weiß, wie Organisationen ticken und wie man Interessen an einen Tisch bringt. Für den Konzern Stadt heißt das: klare Ziele für Eigenbetriebe und Beteiligungen, transparentes Controlling, regelmäßige Berichte an den Rat. Und es heißt Führungskultur: Fachleuten Verantwortung geben, Leistung anerkennen, Konflikte offen klären. Mein Handwerk ist, Strukturen und Prozesse so zu gestalten, dass Menschen gut zusammenarbeiten können. Genau das braucht der Konzern Stadt.

Ralf Butzin

Mehr als 10 Jahre habe ich für die Gemeindeverwaltung gearbeitet bevor ich für weitere 10 Jahre in die freie Wirtschaft gewechselt bin. In Konzernstrukturen war ich anschließend für die Personalentwicklung und Kommunikation verantwortlich. Diese habe ich mit den Teams von Fachberater, Bereichsleitern bis zum Geschäftsführer entwickelt und umgesetzt, bevor ich selber Geschäftsführer wurde. Immer auf Augenhöhe und der unmittelbaren Nähe zum Mitarbeiter/Kollegen. Anschließend wechselte ich zu einem der größten Schifffahrtsunternehmen und zeichnete mich dort für den die Umsatzentwicklung verantwortlich. Ich stand somit immer in der Personal- und Führungsverantwortung und war somit auch immer für die Weiterentwicklung des Personals mit Leidenschaft und Wertschätzung verantwortlich.

Sebastian Fröhlich

Es ist gut zu wissen was man kann. Besser ist zu wissen was man nicht kann. Kein Bewerber war in entsprechender oder vergleichbarer Position. Ich traue mir zu, das Amt des OB mit dem Verständnis auszufüllen, das es braucht. Ab der Ebene der Dezernentinnen und Dezernenten arbeiten in der Verwaltung Fachleute für alle Bereiche. Auf diese Expertise werde ich bauen und die Verwaltung so führen, dass politische Entscheidungen umgesetzt werden ohne dass der OB in alle Bereiche haarklein hineinagiert. Dieses Führungsprinzip, Handlungsfelder zu identifizieren, Personal nach Kompetenz einzusetzen, Aufträge zu erteilen, Ergebnisse zu prüfen habe ich in 12 Jahren Bundeswehr, meiner Zeit beim Deutschen Bundestag und seit nunmehr 13 Jahren als Unternehmer verinnerlicht. Es ist skalierbar.

Kein beantworteter Fragebogen von: Michael Stille, Ulf Prange, Yakup Castur.

A04 · Frage 4 von 6

Umgang mit fehlenden Mehrheiten

Wie wollen Sie vorgehen, wenn ein aus Ihrer Sicht wichtiges Vorhaben zunächst keine mehrheitliche Unterstützung im Rat findet?

6 Antworten

Byanca Küßner

Wenn keine mehrheitliche Unterstützung im Rat gebildet werden kann, müssen die Mehrheiten nach der Priorisierung der Sachthemen, angeleitet werden, Lösungen zu erarbeiten. Ich will keine Mehrheiten über Parteidisziplin organisieren. Ich will Mehrheiten für gute Lösungen organisieren. Ich werde zuhören, verhandeln und Kompromisse suchen. Aber ich werde auch führen: Themen auf den Tisch bringen, Entscheidungen einfordern und Verantwortung übernehmen. Transparent und demokratisch, unabhängig!

Heike Boldt

Ich würde das Gespräch mit den Fraktionen suchen und über Bedenken und Kritik sprechen. Im besten Fall lässt sich das lösen. Oder das Projekt wird angepasst. Im allerbesten Fall wurde das Vorhaben aber mit dem Rat und der Stadtgesellschaft gemeinsam erarbeitet, so dass sich daraus auch die Unterstützung ergibt. Wenn ein Vorhaben keine Unterstützung erhält, ist es offensichtlich nicht das Richtige oder die Zeit passt noch nicht.

Holger Wilkens

Diplomatie gehört zu meinen Kompetenzbereichen. Dazu habe ich viele professionelle Schulungen durchlaufen. Das gipfelte auch in einer Verwendung als Diplomat an der Deutschen Botschaft in Teheran (2020-2023).

Jascha Rohr

Bündnisse im Rat sind Sache der Fraktionen, und verlässliche Partnerschaften sind wertvoll. Mein eigenes Arbeitsverständnis als Oberbürgermeister ist davon unabhängig: Ich kann mit allen demokratischen Fraktionen zusammenarbeiten und finde es kein Problem, für einzelne Vorhaben wechselnde Mehrheiten zu organisieren. Findet ein wichtiges Vorhaben zunächst keine Mehrheit, kläre ich, woran es liegt: an fehlendem Vertrauen, offenen Fragen oder echten Schwächen. Berechtigte Kritik arbeite ich ein, gute Argumente verändern meine Vorlage. Dann bringe ich das Vorhaben erneut ein: mit transparenten Zahlen und, wenn es die Stadt lange bindet, mit der Stadtgesellschaft im Rücken. Wenn der Prozess offen und fair ist, ist das gelebte kommunale Demokratie.

Ralf Butzin

"Demokratie braucht Kompromisse. Wer keine Kompromisse machen kann, ist für die Demokratie nicht zu gebrauchen."(Helmut Schmidt). Da ich Parteiunabhängig bin wird es mir leichter fallen Kompromisse zu schließen und Brücken zu bauen. Es braucht immer en kleinsten möglichen Nenner mit denen sich alle Kräfte im Rat arrangieren können, ohne die jeweilige politische Position im erheblichen Maße aufgeben zu müssen. Alle Ratsmitglieder müssen aber auch verstehen, dass wir alle im Sinne der Bürger und zum Wohle unserer Stadt handeln müssen. Das ist unsere Verpflichtung. Das Bekenntnis für dies Werte muss der manchmal auch hinter der eigenen politischen Haltung auf kommunaler Ebene zurückstehen. Falls es bei sehr tragenden Projekten keine Einigung geben sollte sehe ich auch das Mittel der Bürgerbef

Sebastian Fröhlich

Sollte ich mit einem Vorhaben in den Rat gehen, das keine Mehrheit findet, dann habe ich meine Arbeit nicht richtig gemacht.
Mein Verständnis von Politik an handelnder Stelle ist, dass man mit Vorhaben in politische Entscheidungen geht, die gut durchdacht und vorbereitet wurden.

Kein beantworteter Fragebogen von: Michael Stille, Ulf Prange, Yakup Castur.

A05 · Frage 5 von 6

Geschäftsbeziehungen zur Stadt

Bestehen oder bestanden zwischen Ihnen persönlich oder Unternehmen, Vereinen oder Organisationen, an denen Sie beteiligt oder für die Sie tätig sind, Geschäfts- oder Auftragsbeziehungen zur Stadt Oldenburg oder zu ihren Beteiligungsgesellschaften? Wenn ja: um welche Art von Leistung ging es, und wie würden Sie im Amt damit umgehen? Wenn nein: bitte antworten Sie ausdrücklich mit „nein“.

6 Antworten

Byanca Küßner

Nein

Heike Boldt

Nein.

Holger Wilkens

Da ich erst nach langjährigen beruflichen Aufenthalten nach Oldenburg zurückkam (2024), und dazu noch in vielen Bereichen der Öffentlichen Dienstes tätig war, sind keine "verquickenden oder problematischen Geschäftsinteressen" entstanden.

Jascha Rohr

Ja. Ich bin Geschäftsführer und Gesellschafter des Instituts für Partizipatives Gestalten (IPG), das Bürgerbeteiligung durchführt. In der Vergangenheit hat das IPG mehrfach Aufträge der Stadt Oldenburg umgesetzt, stets im Rahmen regulärer öffentlicher Ausschreibungen und Vergaben. Aktuell besteht kein Auftragsverhältnis. Für das Amt gilt: Ich ziehe mich aus dem operativen Geschäft zurück. Die Abgabe der Geschäftsführung ist bereits eingeleitet. Bei Angelegenheiten, die das IPG betreffen könnten, gilt für mich das gesetzliche Mitwirkungsverbot. Alle weiteren rechtlichen Schritte lasse ich derzeit prüfen und werde über alle Entscheidungen öffentlich informieren. Wer Beteiligung zum Beruf gemacht hat, muss selbst überprüfbar sein.

Ralf Butzin

Ja, in einem Fall hat der Verein "up to help e.V" dem ich vorstehe Unterstützung vom Amt für Soziales bei einem Projekt der frühkindlichen Förderung erhalten. Damalig handelte es sich um Kinder die in einer Flüchtlingsunterkunft untergebracht wurden. Diese wurden von unserem Verein betreut und durch Sprachförderung unterstützt. Der Förderbetrag hat 5.000.- € nicht überschritten und ist ordnungsgemäß abgerechnet worden. es bestehen keine weiteren Verbindungen innerhalb der Stadtverwaltung Oldenburg oder Beteiligungsgesellschaften und meiner Person.

Sebastian Fröhlich

Ja.
Bis zum Jahr 2024 habe ich mit einem Unternehmen an dem ich beteiligt bin u.a. die Übertragung der Ausschusssitzungen des Rats umgesetzt und bei diversen anderen Veranstaltungen ebenfalls die Liveübertragung ins Internet als Auftrag erhalten. Insgesamt war der jährliche Umsatz bis 2024 unter 25.000 Euro.
Aktuell ist dieses Unternehmen Auftragnehmerin des Klinikums Oldenburg mit einem Jahresumsatz unter 10.000 Euro.

Kein beantworteter Fragebogen von: Michael Stille, Ulf Prange, Yakup Castur.

A06 · Frage 6 von 6

Positionen Ihrer Partei oder Wählergemeinschaft

Falls Sie von einer Partei oder Wählergemeinschaft vorgeschlagen oder unterstützt werden: Übernehmen Sie als Kandidatin oder Kandidat für das Oberbürgermeisteramt deren kommunalpolitische Programmpositionen als Ihre eigenen? Falls Sie in einzelnen Punkten abweichen, benennen Sie diese bitte und begründen Sie diese Abweichung kurz. Falls Sie ohne Partei oder Wählergemeinschaft antreten, genügt ein entsprechender Hinweis.

6 Antworten

Byanca Küßner

Nein

Heike Boldt

Ja, das Kommunalwahlprogramm der Linken ist auch mein Leitfaden.

Holger Wilkens

Das Wahlprogramm des Bürger Bündnis Oldenburg übernehme ich auch für mich, lediglich mit der Einschränkung, dass ich als Oberbürgermeister natürlich an Mehrheiten im Rat - seien sie auch wechselnd - gebunden sein werde.

Jascha Rohr

Meine Situation ist besonders: Ich bin parteilos und wurde von CDU und Bündnis 90/Die Grünen gemeinsam nominiert, geprüft durch beide Findungskommissionen. Schon deshalb kann ich nicht zwei Parteiprogramme zugleich übernehmen, und das war auch nie die Vereinbarung. Grundlage meiner Kandidatur ist mein eigenes Wahlprogramm, das ich mit vielen Oldenburgerinnen und Oldenburgern entwickelt habe und das öffentlich einsehbar ist. Mit beiden Parteien teile ich große Linien: solide Finanzen, starke Wirtschaft, Klimaneutralität 2035, echte Beteiligung, sozialer Zusammenhalt. Wo sich die Positionen von CDU und Grünen widersprechen, entscheide ich entlang meines Programms und suche mit den Fraktionen im Rat tragfähige Lösungen. So wissen die Wählerinnen und Wähler genau, woran sie mit mir sind.

Ralf Butzin

es bestehen keine Abweichungen zum Wahlprogramm der Wählergemeinschaft "Echt Oldenburg"

Sebastian Fröhlich

Ja, die Programmpunkte der FDP Oldenburg entsprechen im Wesentlichen meinen politischen Überzeugungen.

Das Amt des Oberbürgermeisters ist aber ein Amt, dessen Ausübung von der Kooperation der im Rat vertretenen Parteien unmissverständlich und wesentlich beeinflusst ist. Daher braucht es eine hohe Kompetenz Mehrheitsentscheidungen über die eigene Parteigrenze hinweg zu treffen in der Absicht das Beste für unsere Stadt zu tun.

Kein beantworteter Fragebogen von: Michael Stille, Ulf Prange, Yakup Castur.